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"Das Limit erreichen"
(11. 03.)
„Jeder Einzelne muss an sein Limit gehen“! Mit dieser Parole will Jürgen Gessat mit seiner Mannschaft am Freitagabend (19.30 Uhr) die schwere Aufgabe im heristo-sportpark gegen Eintracht Nordhorn in Angriff nehmen.
Die SVR-Historiker wissen: Die Grün-Weißen konnten bisher noch kein Spiel gegen die Grafschafter (2:7, 1:2, 0:1) gewinnen und das letzte Erfolgserlebnis gab es für die Elf am 18. Oktober letzten Jahres beim 3:2-Auswärtssieg in Ramlingen/ Ehlershausen. SVR-Chef Karl-Wilhelm Twelkemeyer bringt es auf den Punkt: „Dafür muss man kein großer Mathematiker sein. Wir brauchen Erfolgserlebnisse und müssen zusehen, Punkte zu sammeln, ansonsten wird der Abstand größer und wir kommen in Gefahr, den achten Tabellenplatz oder einen Relegationsplatz (9 u. 10) nicht mehr zu erreichen”.
Respekt vor individueller Klasse
Eintracht Nordhorn hat die Qualifikation für die eingleisige Oberliga Niedersachsen als Saisonziel herausgegeben und ist sportlich zurzeit mit Platz 5 und 28 Punkten aus bisher absolvierten 16 Spielen auf recht gutem Weg. Traditionell sind die Gäste aus der Grafschaft in der Offensive sehr stark, defensiv aber anfällig. Von daher sollte der SVR im eigenen Angriff ein probates Mittel zum Erfolg sehen. Eine abwartende oder gar defensive Spielweise würde den Gästen - bei deren bekannten Stärken in der Offensive - in die Karten spielen. Es sind nahezu immer die gleichen elf Spieler, die in dieser Saison während der gesamten Spielzeit auf dem Platz standen. Der Kader hat in den vergangenen Jahren auf jeden Fall in der Breite einiges an Qualität verloren, zuletzt im Sommer durch die Abgänge von Angreifer Danny Arend (SF Lotte) und Abwehrchef Hartmut Vrielmann (Karriereende). Der nominell zwanzig Spieler umfassende Kader bietet Trainer Shefqet Lajci tatsächlich über den Stamm der ersten elf Spieler hinaus wenig Alternativen.
Speziell der Abgang von Danny Arend macht sich negativ bemerkbar. Arend war nicht nur selbst torgefährlich; er hat zudem auch Dennis Brode so manchen Ball zum Torerfolg aufgelegt. Brode bringt es derzeit auf 10 Saisontore. Auf die gleiche Anzahl an Toren kommt Herion Novaku. Der SVR sollte einige Lehren aus dem Spiel des BV Cloppenburg in Nordhorn beherzigen. Der BVC trat am Heideweg entschlossen und spielfreudig auf, brachte die Grafschafter mit seinem Pressing zur Verzweiflung und siegte am Ende mit 6:0. „Wir müssen dagegenhalten und entschlossener den Weg nach vorne suchen, als wir es in den ersten 75 Minuten gegen Oythe getan haben“, weiß Teammanager Peters. Die Elf muss viel Laufbereitschaft mitbringen und in die Bereiche gehen, wo sie sich besser absichert und besser unterstützt. Es müssen sich alle gegenseitig helfen und vor allem eines beherzigen: Erst die Zweikämpfe gewinnen. Wenn die Elf das umsetzt, könnte nach 90 Minuten auch der erste Punktgewinn gegen die Elf aus der Grafschaft stehen.
SVR wieder mit Witte im Tor
Zur Startformation wollte sich Gessat noch nicht äußern, hier will er erst die letzten Trainingseindrücke am Donnerstag abwarten. Planen kann er aber wieder mit Torwart Frederik Witte, seine Rot-Sperre aus dem Spiel gegen Oythe ist abgelaufen und er ist seit dem 8. März wieder spielberechtigt, so dass einem Einsatz am Freitag gegen Nordhorn nichts im Wege stehen dürfte. Für die Gäste aus der Grafschaft ist es am Freitagabend das erste Spiel nach der langen Winterpause, während es für den SVR bereits die zweite Partie ist. Die 90 Minuten werden es zeigen, welches Team die Pause und die Spielausfälle besser verkraftet hat und am schnellsten wieder den Rhythmus findet.
Der Kader des SVR:
Witte, Köther - Hörmeyer, Zehn, Heinrich, Vollmer, Vocks, Hepke - Schlingmann, Kuhlmann, Enthof, Hartwig, Kodes, Leonhardt - Schröder,Rustige, Becker, Fiß.
Verletzt: Vormund (Aufbautraining nach Kreuzbandriss)
Horst Deneke
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