Vereinsgeschichte

Als um die Jahrhundertwende "König Fußball" von England über den Kanal nach Deutschland kam, waren es zunächst die großen Städte, die mit ersten Vereinsgründungen dem Fußballsport Gelegenheit zur Ansiedlung gaben. Der deutsche Fußballsport ist also gar nicht so alt, wie manche Sportler glauben. Und anfangs war er auch mehr ein Spiel, da ihm die heutigen strengen Regeln noch ganz unbekannt waren. Mit der Gründung des "Deutschen Fußballbundes" (DFB) im Jahre 1900, der damals übrigens noch eine sehr enge Verbindung mit der Leichtathletik hielt, organisierten sich die Vereine zu einer Interessenvertretung, die heute zu einem der mitgliederstärksten und einflussreichsten Sportverbände der Welt zählt. Aber erst nach dem ersten Weltkrieg begann der eigentliche Aufstieg des Fußballsportes. Es gab in kurzer Zeit tausende von Vereinsgründungen.

Und im März des Jahre 1927 begann in der Gaststätte „Reiersloh“ dann auch die Geschichte des Sportvereins Bad Rothenfelde. Nur wenigen Mitgliedern wird noch bekannt sein, dass sein Stammvater der Sportverein Heidland (SVH) ist. Rundherum gab es zu jener Zeit schon ein paar Fußballvereine. Und das ließ einigen begeisterten Sportlern keine Ruhe. "König Fußball" hatte es auch ihnen angetan. Treibende Kräfte zum Zusammenschluss waren besonders die Sportskameraden Willy Timmermeister (Heidland) und Heinz Lübke (Dissen). Auch der Sportplatz des neugegründeten Vereins lag auf dem Heidland. Besonders oft wurde damals gegen den TuS Hilter gespielt. Die Spielerfolge der Mannschaft müssen gut gewesen sein, denn schon im ersten Jahr gelang der Aufstieg von der 2. in die 1. Kreisklasse. Die erste Herrenmannschaft spielte damals in folgender Besetzung: Wolfsberger, Brandt, Mohr, Czyrnik, Kuhnke, Schulte, Gehrbrandt, Kordes, Diekmann, Hagemeier, Wiegand und Thiele.

Das Amt des Spielobmannes bekleidete seinerzeit August Lienemeyer. Vereinsvorsitzende in den Gründerjahren waren die Sportskameraden Heinz Lübke von 1927 bis 1929 und Franz Linemeyer bis 1930. Das Jahr 1929 brachte dem Verein so erfolgreiche Spiele, dass die Möglichkeit zum Aufstieg in die Bezirksklasse bestand. Es wurde aber freiwillig darauf verzichtet, da der Verein die Kosten für die weiten Fahrten zu den Vereinen in der neuen Klasse nicht tragen konnte. Das Aufstiegsspiel wurde übrigens in Osnabrück auf dem „Schwarzen Platz“ gegen Ibbenbüren mit 3:1 gewonnen. Erst im Jahre 1931 ging die Initiative des Vereins ganz nach Bad Rothenfelde über. Die Mitgliederzahl stieg schnell auf über 100 an. Zum Vereinspräsidenten wurde Sportskamerad Fritz Sticker gewählt und aus dem SV Heidland wurde der SVR. Auf der legendären Salinenkampfbahn wurden nun die Heimspiele ausgetragen. Das Vereinslokal befand sich im „Hotel Wiemann“. Im Vereinsleben waren die Stiftungsfeste Anfang März immer Höhepunkte und sehr gut besucht. Im September 1934 erhielt der Verein ein Banner mit der Inschrift:

"Wer seinen Körper stählt, pflegt seine Seele! Sportverein 1927 Bad Rothenfelde"
 
Die Bannerweihe, die Fußball-Kreisführer Werremeyer (Osnabrück) vornahm, war mit einem groß angelegten Sportwerbetag verbunden. Der erste Bannerträger war Sportskamerad Robert Beck jun. Im Jahre 1935 übernimmt Sportskamerad Adolf Lohse die Vereinsführung. Das Vereinslokal wird 1936 zum „Hotel Lindenhof“ (Besitzer: August Rehme) verlegt. Das 10jährige Bestehen des Sportvereins Bad Rothenfelde wurde durch ein zünftiges Stifungsfest am 6. März 1937 im "Westfälischen Hof" gefeiert. Eine Mannschaft aus diesem Jahr spielte bei einem Meisterschaftsspiel in Eversburg in folgender Besetzung: Temme, Grolle, Mohr, Thias, Schulte, Strieder II, Barth I, Barth II, Tallage, Strieder I und Gehrbrandt.

In den Kriegsjahren 1939 bis 1945 ruhte der Spielbetrieb fast ganz. Das deutsche Vaterland rief die Sportler zum Waffendienst an die Fronten. 1945 wurde wieder ein geregelter Spielbetrieb aufgenommen. Da die Besatzungsbehörden für kleinere Orte nur einen sporttreibenden Verein gestatteten, wurde der SVR und der Turn- und Schwimmverein Bad Rothenfelde zusammengelegt und trug den Namen Turn- und Sportverein Bad Rothenfelde (TSV). Als solcher erkämpfte er sich 1947/48 die Staffel- und Kreismeisterschaft und stieg zur Bezirksklasse auf.

Anfang 1951 trennten sich dann die beiden Vereine wieder und nahmen jeder für sich die Sportarbeit auf. Als Präsidenten folgten die Sportskameraden Wilhelm Steinbrügge von 1945 bis 1950 und Fritz Rodefeld von 1950 bis 1951. Danach schloss sich die Ära Wilhelm Lindemann an. Von 1951 bis 1967 stand er dem SVR vor.

Das 25jährige Jubiläum wurde in der ersten Maiwoche 1952 mit gutbesuchten Veranstaltungen würdig gefeiert. Auch hier zeigte sich die enge Verbundenheit von Freunden und Gönnern aus der Bevölkerung von Bad Rothenfelde und Umgebung mit ihrem SVR. Die Mitgliederzahl stieg auf über 200 an. Besonders in den Reihen der Jugendlichen und Schüler machte sich dieser positive Trend bemerkbar, was sicherlich der intensiven und ordentlichen Trainingsarbeit dieser Jahr zu verdanken war. Die Erfolge waren nicht nur gute Plätze in den Jahrestabellen, sondern auch die Mannschaftsdisziplin und die Kampffairness, so dass in den Jahren 1949 bis 1954 kein (!) Platzverweis zu beklagen war. Auf gute Zusammenarbeit mit Kreis-, Bezirks- und Landesverband wurde immer Wert gelegt und Teilnehmer und Abordnungen zu Versammlungen, Lehrgängen in Barsinghausen und zu Ferienaufenthalten in Jugendlagern geschickt.

In gutem Einvernehmen mit unserem langjährigen Vereinswirt, Paul Brüning Lindenhof, fand 1957 ein Wechsel des Vereinslokals in das "Hotel Zur Post" (Besitzer: Otto Schlippschuh) statt. Im gemeinsamen Bemühen der Mitglieder mit dem Vereinswirt und mit dankenswerter finanzieller Unterstützung von Gemeinde, Landkreis und Fußballverband wurden dort in den nächsten Jahren vorbildliche Umkleide- und Duschanlagen geschaffen. Auch die 1961 fertiggestellte Schulturnhalle erleichterte die immer mehr geförderte Breitenarbeit im aktiven Training der Mitglieder im Winter und bei schlechtem Wetter.

Der kameradschaftliche Zusammenhalt in der großen Sportfamilie wurde besonders in den schon traditionellen Festen: Weihnachtsfeier, Jugendadvent, Rosenmontagsball und in Vereinsausflügen gepflegt. Das gute Verhältnis zu den Nachbarvereinen in Dissen, Hilter und Bad Laer wurde alljährlich bei den beliebten Pokalturnieren immer wieder erneuert. Auch mit den anderen hiesigen Vereinen, wie Kriegerkameradschaft, aus der später die SSG hervorgeht, Turnverein, Tennisclub, Reiterverein, der Feuerwehr und dem Roten Kreuz herrscht ein gutes Einvernehmen in der Zusammenarbeit und in der Erfüllung gemeinsamer Aufgaben.

Unsere 1. Herrenmannschaft konnte sich seit 1959 trotz öfterer Besetzungsschwierigkeiten wegen Einberufung von Sportskameraden zum Wehrdienst immer einen guten Platz in der 1. Kreisklasse und später in der Kreisliga sichern. Unsere 2. Herrenmannschaft führte die Tabelle in der 2. Kreisklasse an. Auch die Leistungen der Jugend, Schüler und Knaben waren in dieser Zeit zufriedenstellend. Zielsetzung aller sportlichen Betätigung war schließlich nicht nur der Tabellenplatz, sondern das Mitmachen möglichst vieler Freunde und Sportskameraden war die Hauptsache.

Auch die Zuschauerzahl bei unseren Heimspielen an der Salinenkampfbahn, unter der die auswärtigen Besucher und die Kurgäste einen nicht unerheblichen Anteil bildeten, unterstreicht die Bedeutung, die Beliebheit und die Notwendigkeit des Fußballsports in Bad Rothenfelde. Die Platzbeschaffenheit aber auch die Standortfrage spielten seit Jahren eine wichtige Rolle in den Vereinsüberlegungen. Dank dem Verständnis und dem Entgegenkommen der Kurverwaltung konnte zumindest das Problem der Bespielbarkeit gelöst werden. Neue Unternehmensziele verlangten aber schließlich eine baldige Lösung der Standortproblematik. Die Tage der guten alten Salinenkampfbahn waren also gezählt; eine neue Heimstätte für den SVR musste gefunden werden.

Nach 29 Jahren Salinenkampfbahn war es 1970 dann soweit. Mit der Fertigstellung des Hartplatzes und der ein Jahr später folgenden Einweihung des Rasenplatzes begann für den SVR ein neue Epoche. Mit der Schaffung des Salienensportparkes wurde eine optimale Trainings- und Spielplanung, angefangen von den kleinsten Kickern – damals die F-Knaben – bis hin zur Alt-Liga möglich. Besonders bemerkbar machte sich dies in der Jugendarbeit, die seinerzeit als eine der vorbildlichsten im Fußballkreis bezeichnet werden konnte.

Mit dem Bau des Salinensportparkes bekam der Verein auch ein modernes Umkleidegebäude, das mit allen für das Wohlergehen der Sportler erforderlichen Einrichtungen ausgestattet ist. Dies ist wichtig zu erwähnen, denn bis zur Fertigstellung des Salinensportparkes befanden sich die Umkleideräume im „Hotel Zur Post“. Man musste also lange Jahre vor und nach den Spielen durch den halben Ort gehen, um zu den Umkleide- und Duschräumen zu gelangen. In der heutigen Zeit unvorstellbare Verhältnisse, aber für so manch einen Spieler - insbesondere für die Jugendlichen - waren dies auch stolze Momente.

Ab 1973 befindet sich das Vereinslokal im „Hotel Deutsches Haus“ (Besitzer und Inhaber: Harald Wiemann). Erstmalig hat der Verein in diesem Hause einen eigenen Clubraum, in dem alle errungenen Pokale, Urkunden und Wimpel ausgestellt wurden. Eine feste Größe im Vereinskalender bildete der alljährlich stattfindende Rosenmontagsball, der nicht nur bei den Vereinsmitgliedern, sondern auch bei der Bad Rothenfelder Bevölkerung immer wieder großen Anklang fand. Daneben waren auch die im Herbst stattfindenden Stiftungsfeste ein herausragendes Ereignis. Nicht vergessen werden dürfen die Heimatfeste, an den en sich der SVR jedes Jahr zahlenmäßig stark und farbenfroh beteiligt. Bis heute ist dies so geblieben und der SVR zeigt damit, dass er sich mit dem Geschehen und mit seinem Heimatort Bad Rothenfelde identifiziert.

Nach dem Grundstücksverkauf  "Hotel Deutsches Haus" und dem Bau des Salinencenters wird die Gaststätte "Hellerkotten" neues Vereinslokal. Nachdem das Hellerkottengrundstück verkauft und das Gebäude abgerissen wurde, wird das "Hotel Zur Post" wieder Anlaufpunkt der Vereinsmitglieder.

Mit dem Bau der Flutlichtanlage für den Rasenplatz im Jahre 1974 werden die Rahmenbedingungen für guten und erfolgsorientierten Fußballsport weiter verbessert. 8 Jahre später erhält auch der Hartplatz Flutlicht. Die Arbeiten führt der Verein in Eigenregie durch, die Materialien stellt die Gemeinde. Wieder ein Beweis der guten Zusammenarbeit des SVR mit der politischen Gemeinde.

Aufgrund dieser guten Voraussetzungen erlebt die 1. Herrenmannschaft einen wahren Aufschwung. In der Saison 1981/82 gelingt unter Trainer Dieter Menkhaus der Aufstieg in die Bezirksklasse. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde entsteht in Eigenleistung am Salinensportpark ein Clubraum, der gemeinsam vom SVR und vom TuS genutzt wird. Aufgrund gezielter Verstärkungen, zu denen auch die eigene Jugendabteilung beiträgt, gelingen weitere Aufstiege mit den höchst engagierten Trainern Drago Jurack und Thomas Schilling. Das Ehepaar Margot und Jürgen Prawitz übernehmen die Kursporthalle als unser neues Vereinslokal. Jacov Kordic, ehemaliger 1. Herrenspieler, übernimmt 1994 die Kursporthalle und wird neuer Vereinswirt. Mit der Bildung eines Förderkreises, der sich ausschließlich um die 1. Herrenmannschaft kümmert, erfährt das Umfeld eine deutliche Aufwertung und Professionalisierung. Dies führt schließlich zum Aufstieg bis in die Niedersachsenliga. Insgesamt 7 Spielzeiten gehört das Aushängeschild unseres Vereins der fünfthöchsten Spielklasse an. Eine Leistung, die dem gut 400 Mitglieder zählenden Verein wohl niemand zutrauen konnte.

Nach einem zwischenzeitlichen Tief erfährt die Jugendarbeit einen kräftigen Schub. Ganz besonders ist in diesem Zusammenhang der Bau der Sporthalle auf dem Salinensportpark im Jahre 1988 zu nennen. Nach langer Zeit gelingt es dem Verein wieder, mit Hilfe von Spielgemeinschaften mit den Nachbarvereinen aus Dissen und Hilter alle Jugendmannschaften zu melden. Am Ende der Saison 2000/2001 steigt die 1. Herrenmannschaft aus der Niedersachsenliga ab. Mit Unterstützung des Fördervereins gelingt dem Verein ein vielversprechender Neuanfang in der Landesliga. Das „Cafe Restaurant Horstmann“ wird im Jahre 2001 neues Vereinslokal.

Im Jahre 2003 erringt die 1. Herrenmannschaft den Bezirkspokal und krönt die erfolgreiche Saison mit dem Aufstieg in die Niedersachsenliga-West.

Am 13.09.2002 wird ein modernes Verkaufspavillon im Salinensportpark eingeweiht. Das Gebäude entstand in Eigenregie und mit Hilfe von Sponsoren. Wieder ein positives Beispiel des Zusammenhaltes und des Engagements der SVR-Fußballfamilie!

In den Spielzeiten 2003/2004 und 2004/2005 zeigt sich der SVR von seiner guten Seite und spielt u.a. gegen so namhafte Vereine wie den VfB Oldenburg, gegen den sogar im Salinen-sportpark gewonnen wird. Im Niedersachsenpokal kommt es im Frühjahr 2004 zu einem weiteren Höhepunkt. Das Losglück beschert dem SVR Heimrecht gegen den großen Nachbarn, VfL Osnabrück. Gut 3.000 Zuschauer bilden einen großartigen Rahmen für diesen Pokalhit, den der VfL standesgemäß für sich entscheiden kann.

Aber bereits im Januar 2003 werfen große Dinge ihren weitreichenden Schatten. Am 27.01.2003 beschließt der Vorstand den Bau eines Kunstrasenplatzes. Der 30 Jahre alte Hartplatz hat ausgedient und soll einem modernen Allwetterplatz weichen und damit für optimale Trainings- und Spielbedingungen sorgen. Die Zeiten von Spiel- und Trainingsabsagen wegen schlechter Platzverhältnisse sollen der Vergangenheit angehören. Insbesondere den vielen jugendlichen Kickern will man gute Verhältnisse bieten, gilt es doch den erfreulichen Trend in diesem Bereich zu unterstützen und auszubauen. Unter dem Motto "Alles für unsere Jugend" geht es an die Generationenaufgabe "Kunstrasenplat".

Mit Hilfe der Gemeinde Bad Rothenfelde, dem Landessportbund und engagierter Eigeninitiative kann die Finanzierung gesichert werden. Im Juni 2005 erfolgt der Baubeginn. Bereits im August 2005 ist der Platz fertiggestellt und wird mit einem Alt-Ligaspiel gegen eine Traditionsmannschaft des VfL Osnabrück eingeweiht. Die offizielle Einweihung erfolgt am 25.09.2005.

Und noch eine Besonderheit verdient es in diesem Zusammenhang genannt zu werden. Um den Bau des Kunstrasenplatzes zu bewältigen, entscheiden sich Vorstand und Förderkreis mit Ablauf der Saison 2004/2005 für den Rückzug der Herrenmannschaft aus der Niedersachsenliga! Priorität genießt der Bau und die Finanzierung des Kunstrasens. Beides, Herrenfußball in der Niedersachsenliga und Kunstraseninvestition, ließ sich nicht darstellen und so faßten die Verantwortlichen diesen für einige Fans schmerz-haften Beschluss. Viele Stammspieler halten dem SVR trotzdem oder gerade wegen dieses einzigartigen Beschlusses die Treue und starten einen Neuanfang in der Kreisliga-Süd.

Und dieser Neuanfang wird zu einem einzigartigen Triumphzug! Die 1. Herrenmann-schaft wird ungeschlagen Meister der Kreisliga-Süd. Darüber hinaus gewinnt die Elf die Kreismeisterschaft mit einem 2:1 Sieg gegen die SF Lechtingen und als krönenden Abschluss noch den Kreispokal durch einen 4:3 Erfolg gegen TuS Rulle. Die Elf und der Verein freuen sich auf die Bezirksliga!

Von der Kreisliga in die Bezirksliga! Da fehlt doch eine Klasse, oder?! Nein, durch eine Spielklassenreform entfallen die Bezirksklassen und so spielt die 1. Herren in der Saison 2006/2007 in der Bezirksliga. Und sie tut dies sehr erfolgreich, denn zum Saisonschluss steht der SVR wiederum als Meister fest. Der 2. Aufstieg in Folge, nicht erwartet aber letztlich souverän und verdient. Dies alles unter einem neuen (alten) Übungsleiter. Neuer Trainer wird nämlich ein alter Bekannter. Thomas Schilling kehrt an die Salinen und damit an die Stätte seines größten Trainererfolges zurück.

Am 01.09.2007 und damit zum 80. Vereinsgeburtstag wird das neue Schulungs- und Clubheim des SVR eingeweiht. 169 Tage vom 1. Spatenstich am 16. März über das Richtfest am 20. April bis zum 1. September. In knapp einem halben Jahr wurde etwas vollbracht, zu dem auch Freunde und Gönner und nicht zuletzt die Gemeinde Bad Rothenfelde ihren Beitrag geleistet haben. Der Dank gilt aber in erster Linie dem großzügigen Engagement der Fa. heristo ag, ohne deren Hilfe diese Maßnahme niemals hätte verwirklicht werden können. Das neue Clubheim wird gleichzeitig auch das neue Vereinslokal. Beides, der Kunstrasenplatz und das neue Schulungs- und Clubheim stellen Meilensteine in der Entwicklung des SVR dar.

Die Bezirksoberliga (früher Landesliga) wartet. Der SVR  möchte als Aufsteiger eine gute Rolle spielen und sich im oberen Tabellendrittel etablieren. Drei Heimnieder-lagen nacheinander zu Saisonbeginn zeigen der Mannschaft gewisse Grenzen auf, aber sie kehrt schon bald in die Erfolgsspur zurück. Nach einem imponierenden Zwischenspurt erobert sie die Tabellenspitze, die bis zum Saisonende nicht mehr abgegeben wird. Aufstieg Nr. 3 nacheinander. Die Mannschaft spielt wieder dort, wo sie vor dem freiwilligen Abstieg in die Kreisliga war, in der Niedersachsenliga. Durch eine Spielklassenreform aufgrund der Einführung der neuen 3. Liga nennt sich die Spielklasse nun Oberliga Niedersachsen-West.

Trainer Thomas Schilling verlässt den Verein nach drei erfolgreichen Jahren. Unter seiner Regie führt Ralf Scheer die 3. Herren 2008 zum Aufstieg in die 2. Kreisklasse.

"Klassenerhalt" lautet das Ziel in der neuen Oberliga Niedersachsen-West mit so namhaften Mannschaften wie SV Meppen, VfB Oldenburg oder Eintracht Nordhorn. Mit verstärktem Team und einem neuen Trainer will man dieses ehrgeizige Ziel erreichen. Jürgen Gessat übernimmt den Trainerposten und beendet die Saison 2008/2009 auf einem unerwartet guten 8. Tabellenplatz.

Die 2. Herren steigt 2009 unter Trainer Michael Hörmeyer in die Kreisliga-Süd auf. Ab der Saison 2009/2010 bildet der SVR im Jugendbereich eine teilweise Spielgemeinschaft mit der TSG Dissen.

Im Herbst 2009 erhält auch der Kunstrasenplatz dank einer großzügigen Spende einen Verkaufsstand. Den Zuschauern steht damit neben dem Verkaufspavillon am Rasenplatz und dem Clubheim ein weiteres qualitativ hochwertiges Serviceangebot zur Verfügung.

 
Mit Beginn der Saison 2009/2010 steht fest, dass die Oberligen Niedersachsen-West und -Ost zusammengeführt werden. Für den SVR bedeutet das Platz 8 für die direkte Qualifikation bzw. Platz 9 und 10 mit Relegationsspielen. Anfang 2010 entschließen sich Mannschaft und Vorstand aber zum freiwilligen Rückzug aus der Oberliga zum Saisonende. Wirtschaftliche, aber insbesondere sicherheitstechnische Gründe veranlassen den Vorstand zum Verzicht. Jürgen Gessat verlässt den Verein nach zwei erfolgreichen Spielzeiten. Der SVR spielt wieder in der Landesliga-West.

Karl-Wilhelm Twelkemeyer