Ja die Edelfans... Sie stehen zum SVR – in guten wie in schlechten Zeiten! Sie tragen zu jedem Spiel die Vereinsfarben und unterstützen ihre Mannschaft. Sie sitzen im schmucken Clubheim zusammen und analysieren das Spiel. Nach einem Sieg verhindern sie Hochmut, nach einer Niederlage bauen ihre tröstenden Worte auf. Die Edelfans leben den Slogan „Eine Liebe - Ein Verein.“ wie kein Anderer. In den folgenden Wochen und Monaten wollen wir unsere SVR-Edelfans im Einzelnen einmal genauer vorstellen. Beginnen wir mit unserem Bruno „Bobby“ Richert


Bobby, ich denke, dass man das fragen darf. Wann bist Du geboren?

Ich bin am 27. September 1934 geboren und werde somit 87 Jahre alt.

Seit wann bist Du Mitglied im SVR?

Ich bin nunmehr seit 60 Jahren, genau seit dem 21.05.1961, im SVR. Damit bin ich SVR-Ehrenmitglied.

Du warst vor Deiner SVR-Zeit 15 Jahre Mitglied in der TSG Dissen – wie konnte das passieren?

Ich wohnte damals in Dissen und habe da noch nicht an Bad Rothenfelde und den SVR gedacht. In diesen Jahren wurden die Mannschaften, ob 1. oder 2. Herren, immer bei der Fa. Homann aufgestellt. Und wenn das jemanden nicht passte, wurde er einfach nicht aufgestellt und durfte nicht spielen. Daraufhin beschlossen Heinz Thom, Werner Goldbecker und ich, uns in Dissen abzumelden und zum SVR zu wechseln. Im Nachhinein gesehen, eine gute und richtige Entscheidung.

Bobby, Du bist Fußballfan durch und durch. Wer ist Dein Lieblingsverein in der Bundesliga?

FC Bayern München.

Das zeigt, dass Du wirklich Ahnung vom Fußball hast. Zurück zum SVR. Bobby, wo hast Du im Verein überall gespielt?

Ich gehörte zum Spielerkader der 1. Mannschaft, habe aber überwiegend in der Reserve gespielt.
Anfang 1968 bin ich dann zur Alt-Liga gekommen. Mein 1. Spiel in der Alt-Liga bestritt ich auswärts beim SC Leschede – Endergebnis 2:2. Ich war sofort Stammspieler. Man sagte, ich war der große „Dampfmacher“ und ein echter Torjäger.
Weitere sportliche Höhepunkte in meinem Fußballerleben waren die NDR- Prominentenspiele 1975, 1976 und 1977. Ich war Alt-Liga Torschützenkönig in den Jahren 1968, 1969, 1970 und dann noch einmal im Jahr 1979.

Ich möchte einen kleinen Hinweis auf Deinen Geburtseintrag geben. Geboren bist Du in Groß-Zünder/Danzig. Abgewandelt könnte man sagen „großer Zünder und Torjäger“. Jetzt stellt sich natürlich eine Frage. Was hast Du denn von 1971 bis 1978 gemacht – 7 Jahre Ladehemmung? Da war nix mit zünden, oder?

In den 7 Jahren habe ich überwiegend in der Reserve gespielt. Da hat es natürlich nicht so oft geklingelt wie bei den alten Herren. Meine Gegenspieler waren jünger und oft schneller als ich. Da war wenig zu machen. Danach ging es wieder zur Altliga und siehe dar, es klappte wieder mit den Buden.

Bobby, Deine große Liebe ist die 1. Herrenmannschaft unseres Vereins. Du hast alles miterlebt von der Oberliga bis zur Kreisliga. Du bist nicht nur regelmäßiger Zuschauer bei den Heimspielen im heristo-sportpark, sondern Du fährst auch mit zu den Auswärtsspielen. Da sind doch bestimmt schon einige tausend Kilometer zusammengekommen, oder?

Das war eine super Zeit, die Busfahrten durch den ganzen Weser-Ems-Kreis von Melle bis Wilhelmshaven haben immer Spaß gemacht. Dank Willi Peters war alles Top organisiert und wir konnten immer eine zahlenmäßig große Fan- gemeinde begrüßen. 15 – 20 Fans waren keine Seltenheit im Bus. Es ist auch mal vorgekommen, dass ein Bus eine Panne hatte. Da musste ein Ersatzbus kommen. Na ja, so was passiert schon mal.

Was waren Deine Höhepunkte in den letzten Jahrzehnten als Edelfan?

Aufstiegsspiele, Entscheidungsspiele und Pokalschlachten. Ich erinnere mich immer gern an unsere Spiele in Langenhagen. Das waren immer Höhepunkte. Der Vereinswirt wollte uns nur große Biere verkaufen, wir wollten aber Kleine. Nachher hat er uns dann doch kleine Biere verkauft. Vielleicht hat er das auch aus Mitleid gemacht, denn in Langenhagen haben wir immer hoch verloren.
In bleibender Erinnerung bleiben auch die super leckeren Fischbuletten beim TuS Esens. Nach langer Busfahrt haben wir uns da mit diesen kleinen Bremsklötzen gestärkt, 2 – 3 Stück waren immer drin, dazu natürlich ein leckeres Jever.

Was macht aus Deiner Sicht den SVR aus?

Die Kameradschaft hat immer gestimmt. Gehässigkeiten habe ich hier nie erlebt. Mit Mannschaftskameraden wie „Süpp“ Strieder, Martin Finke, „Pulla“ Plumpe, „Kuddel“ Janböke oder Dieter „Jecho“ Janböke habe ich echte Freunde und tolle Mitspieler gefunden.
Was ich zum Schluss noch sagen möchte:
Mein Vereinswechsel von Dissen zum SVR war rückblickend ein Glücksfall für mich. Das Miteinander und die Kameradschaft untereinander beim SVR stimmte einfach. Ich bin froh und glücklich, ein Mitglied der SVR-Familie zu sein und wünsche meinem SVR alles Gute und weiterhin sportlichen Erfolg.

Lieber Bobby, Fußball ist Dein Leben – der SVR ist Dein Leben! Vielen Dank für Deine Worte und Dein Engagement. Mehr Leidenschaft geht nicht. Weiterhin alles Gute im Kreise Deiner Lieben und bleib gesund. Auf ein Wiedersehen im heristo-Sportpark.

#GemeinsamStark

Das Interview führte Kalli Twelkemeyer